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26.9.2007 von AlexDeutschmann.
Die schiefen Zähne und zu kleinen Kiefer vieler Kinder könnten ein Resultat der Gewohnheit sein, Lebensmittel zu kochen: Nach Ansicht des amerikanischen Anthropologen Peter Lucas begannen Kiefer und Vorderzähne zu schrumpfen, als die ersten Menschen anfingen, ihre Nahrung mit Werkzeugen in kleine Stücke zu schneiden und über dem Feuer zuzubereiten. Dadurch reduzierte sich sowohl die Größe als auch die Härte der einzelnen Bissen, wodurch ausgeprägte Schneidezähne und große Kiefer überflüssig wurden. Über den Vortrag des Forschers auf dem Jahrestreffen der amerikanischen Wissenschaftsgesellschaft AAAS berichtet der Online-Dienst des Magazins New Scientist.
Bei sehr vielen Menschen wachsen die Zähne nicht geordnet nebeneinander im Kiefer, sondern schieben sich voreinander oder stehen schief in der Reihe. Da die verschobenen Zähne sehr viel schlechter zu säubern sind als gerade, entstehen häufig Krankheiten wie Zahnfleischentzündungen oder Karies. In manchen Fällen sind die Kiefer so klein, dass sogar einige Zähne wie beispielsweise die Weisheitszähne vollständig fehlen.
Eine solche Unordnung im Mund kommt bei Menschenaffen nur sehr selten vor, berichtete Lucas. Er erklärt die uneffektive Anordnung damit, dass die Aufgabenverteilung im Kiefer während der menschlichen Entwicklung aus dem Gleichgewicht geraten ist. So sind die Schneidezähne hauptsächlich dazu da, Lebensmittel in mundgerechte Stücke zu zerlegen, während die Backenzähne die Nahrung zermahlen sollen.
Als jedoch die Menschen ihr Essen zuzubereiten begannen, war die Größenveränderung der Bissen ausgeprägter als die Veränderung der Konsistenz. Die Konsequenz: Die Schneidezähne schrumpften und als Folge davon auch die Kiefer – und zwar so stark, dass sie nicht mehr genug Platz für alle Backenzähne boten, die ja nach wie vor zum Zerkleinern der Nahrung nötig waren. Um seine Theorie zu untermauern, will Lucas nun untersuchen, ob Kiefer- und Zahngröße auch bei Menschenaffen und anderen Tieren mit der Größe der verzehrten Bissen zusammenhängt.
Weiterführender Link: www.dysgnathie.de
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22.9.2007 von AlexDeutschmann.
Lärm verschiedenster Arten umspült uns jeden Tag, manchmal auch nachts. Und macht uns krank - ohne dass wir es merken.
Wie laut es um uns herum ist, merken wir oft erst, wenn der Lärm erstirbt. Zu Hause, auf dem Weg zur Arbeit, am Arbeitsplatz. Lärmschwerhörigkeit ist die häufigste Berufskrankheit und trifft allein in Deutschland jährlich 5500 Menschen. Dass Lärm nicht nur nervt, sondern auch krank macht, darauf soll der heutige “Internationale Tag gegen Lärm” aufmerksam machen.
Was ist wie laut ?
10 Dezibel Normale Atmung
20 Dezibel Flüstern aus 1,50 Meter Entfernung
30 Dezibel Leises Flüstern
40 Dezibel Leises Büro
50 Dezibel Regen, Kühlschrankgeräusche, Schmerzgrenze für Hörgeschädigte ( bis 70 Dezibel)
60 Dezibel Nähmaschine, normales Gespräch, Zimmerlautstärke
70 Dezibel Fernseher
80 Dezibel Türklingel, Telefonläuten
85 Dezibel Geräuschteppich in Städten am Straßenrand, es kann bei Dauerbelastung zu Hörschäden kommen
90 Dezibel Lastwagen, lautes Gespräch, Strafrechtlich relevante Grenze
100 Dezibel “Ghettoblaster”
110 Dezibel Diskomusik, Motorsäge, Autohupe, Babygeschrei, Festzelt
120 Dezibel Kettensäge, Presslufthammer, Gewitterdonner
130 Dezibel Autorennen, Kuss am/aufs Ohr
140 Dezibel Startendes Flugzeug
150 Dezibel Startendes Düsentriebwerk
160 Dezibel Platzender Ballon, Silvesterknaller aus einem Meter Entfernung
170 Dezibel Schrotflinte
180 Dezibel Raketenstart an der Abschussrampe
Maximale wöchentliche Einwirkungszeit, danach drohen psychische und phyisische Schäden:
85 Dezibel - 40 Stunden
90 Dezibel - 12 Stunden
95 Dezibel - 3 Stunden
100 Dezibel - 1 Stunde
105 Dezibel - 18 Minuten
110 Dezibel - 7 Minuten
115 Dezibel - 2 Minuten
120 Dezibel - 45 Sekunden
Beispiel Verkehrslärm
Bei einer normalen Unterhaltung entsteht ein Schalldruck von rund 50-60 Dezibel (dB). Übergroßer Lärm mit mehr als 120 dB, wie das Explodieren eines Feuerwerkskörpers, kann das Gehör organisch schädigen. Das Gleiche gilt für etwas leisere, aber länger anhaltende Geräusche, wie das Rattern eines Presslufthammers, Musik in Diskotheken etc. Doch auch ein weitaus unaufdringlicherer Geräuschteppich kann auf die Dauer schaden, unterschwellig, ohne dass wir uns dessen bewusst sind. In einer Studie aus dem Jahr 2006 kommt das Umweltbundesamt zu dem Ergebnis, dass Straßenverkehrslärm das Herz-Kreislauf-System schädigt. Bluthochdruck und Durchblutungsstörungen des Herzens gehen auf das Konto von jaulenden Motoren und rauschendem Reifengummi. Jährlich etwa 4000 Herzinfarkte sind laut der Studie die Folge.
Und Abhilfe ist nicht in Sicht: Zwar sind viele motorisierte Vehikel dank moderner Technik leiser geworden, doch wird dieser Fortschritt durch gestiegenes Verkehrsaufkommen zunichte gemacht.
Auch im Schlaf schaden Geräusche
Besonders tückisch: Auch wenn wir schlafen, kann der Lärm unserer Gesundheit schaden. So haben Forscher herausgefunden, dass Verkehrslärm ab einem mittleren Schalldruck von 45 dB(A) den Schlaf verkürzt. Wir wachen häufiger auf und schlafen insgesamt unruhiger. Die Folge: Wir fühlen uns am nächsten Tag unausgeschlafen und abgespannt. Ab 50 dB(A) nächtlicher Dauerbeschallung kommt es vermehrt zu Herzrhythmusstörungen.
Noch drastischer sind die Auswirkungen bei Fluglärm: Einer Studie der TU Berlin zufolge erhöht schon eine dauernde “normale” Belästigung durch Flugzeuglärm das Risiko, an Bronchitis, Depression oder Migräne zu erkranken. Außerdem nehmen die Betroffenen mehr Medikamente ein als Personen, die in paradiesischer Ruhe schlafen können: Arzneimittel, die den Blutdruck senken sollen, Tranquilizer oder Antidepressiva.
Welches Geräusch ist am schlimmsten?
Bei einer Umfrage im Auftrag des Umweltbundesamtes gaben 60 Prozent aller Befragten an, sich durch Straßenlärm belästigt zu fühlen, davon zehn Prozent “äußerst” oder “stark”. Das ist deutlich mehr als die Zahl derer, die sich - ein “beliebtes” Dauerthema in Mietwohnungen - von der Geräuschentwicklung der Nachbarn gestört fühlen. Fluglärm nervt der Befragung zufolge 32 Prozent, Schienenlärm immerhin noch 20 und Gewerbe- und Industrielärm 19 Prozent.
Psychoakustik (Physik)
Ein brüllendes Baby braucht ganz schnell Trost – und die Umwelt gute Nerven. Denn Babygeschrei ist sehr schwer auszuhalten. Ein Trick der Natur, damit wir unseren Kleinen sofort zu Hilfe eilen, wenn sie weinen! Nicht der Informationsinhalt eines Geräusches entscheidet über unsere Emotionen / Verhalten , sondern die Frequenz und der Schalldruck mit dem ein Signal am Ohr ankommt. Die Physikalischen Eigenschaften von Schall variiert je nach Luftdruck, Sauerstoffdichte und Luftfeuchtigkeit.
FAQ über das Hören:
Wie hören die Ohren?
Hören ist das Wahrnehmen von Schall: Schall besteht aus Druckwellen, die durch Luft, Flüssigkeiten und Feststoffe wandern können. Wenn solche Wellen auf das Außenohr treffen, werden sie durch den Gehörgang zum Trommelfell geleitet, das daraufhin zu schwingen beginnt. Diese Schwingung wird von den Knochen des Mittelohrs verstärkt, und der Steigbügel überträgt sie auf die Flüssigkeit des Innenohrs. Die Bewegung der Flüssigkeit reizt besondere Sinneshärchen in der Schnecke; diese Zellen schicken Signale über den Hörnerven zum Gehirn, das die Impulse als Geräusche wahrnimmt.
Warum muss man die Ohren manchmal ausspülen?
Wenn das Ohrenschmalz zu hart wird, kann es den Gehörgang blockieren und Schwerhörigkeit verursachen. Man kann es dann mit besonderen Ohrentropfen weich machen und mit warmem Wasser ausspülen. In hartnäckigen Fällen führt die Spülung ein Hals-Nasen-Ohrenarzt durch.
Wie groß ist der Hörbereich des Menschen?
Wir hören Geräusche von dumpfem Gepolter bis zu hohen Pfeiftönen. Die Tonhöhe misst man in Schwingungen pro Sekunde oder Hertz (Hz). Sprache liegt im Bereich von 500 bis 3 000 Hz. Junge Menschen haben meist einen Hörbereich von 40 bis 20 000 Hz. Das ist recht wenig, verglichen mit Hyperakustikern (bis zu 40 000 Hz), Hunden (die bis 50 000 Hz hören) oder Fledermäusen (bis 100 000 Hz). Bei Menschen in mittlerem und höherem Alter wird der Hörbereich kleiner. Auch bei ständiger Geräuschbelästigung lässt das Gehör nach.
Kann ein Baby schon vor der Geburt hören?
Ja. Schon wenn ein Baby in der Gebärmutter heranwächst, sind die Ohren ab der zwölften Woche schon teilweise vorhanden. Nach sechs Monaten kann es den Atem und die Herztöne der Mutter hören, und es nimmt sogar Geräusche aus der äußeren Umgebung wahr. Lauter Lärm stört das Baby aber von langsamer; sanfter Musik mit regelmäßigen tiefen Tönen wird es beruhigt. Einigen Forschern zufolge soll die Stimme des Vaters während der Schwangerschaft bestimmend für das spätere Geschlecht des Kindes sein. Fehlt sie, weil der Vater über mehrere Wochen abwesend ist, werden fast ausschließlich Jungs geboren.
Wozu brauchen wir die Eustachische Röhre?
Die Eustachische Röhre verläuft vom Mittelohr zum Rachen. Sie lässt Luft ins Mittelohr und aus ihm heraus, so dass der Luftdruck im Ohr und außen immer gleich ist. Sie funktioniert also wie ein Druckausgleichsventil. Wäre das nicht der Fall, würde das Trommelfell sich dehnen und nicht mehr richtig schwingen. Man kann die Eustachische Röhre öffnen, indem man schluckt, gähnt oder sich die Nase schnäuzt.
Kann man durch die Knochen hören?
Ja, der Schall kann vom Mund durch die Kieferknochen zu den Ohren wandern. Deshalb klingt die eigene Stimme lauter und voller als die anderer Menschen, und deshalb hört sich eine Tonbandaufnahme der eigenen Stimme dünn und ungewohnt an. Aus dem gleichen Grund hört man auch ein lautes Krachen, wenn man etwas Knuspriges isst (z.B. einen Keks): Umstehende hören dieses Geräusch kaum.
Wie tragen die Ohren zum Gleichgewicht bei?
Im Innenohr liegen über der Schnecke drei winzige, halb-kreisförmige Kanäle. Diese so genannten Bogengänge bilden das Gleichgewichtsorgan. Sie enthalten kleine Stücke einer kalkähnlichen Substanz, die mit Sinneszellen gekoppelt sind und bei jeder Bewegung einen Impuls ans Gehirn auslösen. Ein Bogengang nimmt Auf- und Abbewegungen wahr; der zweite das Vor und Zurück, der dritte die Bewegungen nach rechts und links. So wissen wir auch mit geschlossenen Augen, in welcher Lage sich unser Körper befindet.
Quellen: GEO, PM, Universität Wuppertal, Psychatrie aktull, Lichtblick99
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20.9.2007 von AlexDeutschmann.
Im Sommer gezeugte Kinder sind in der Schule in Mathematik und Sprachen weniger erfolgreich als Kinder, die in anderen Jahreszeiten gezeugt wurden. Das haben amerikanische Wissenschaftler bei der Auswertung von Tests an rund 1,7 Millionen Schülern im US-Bundesstaat Indiana herausgefunden. Die Wissenschaftler vermuten hinter dem Zusammenhang den saisonal schwankenden Einsatz von Pestiziden und Düngern in der Landwirtschaft, die über das Trinkwasser den Hormonhaushalt der Mutter und damit auch den Gehirnentwicklung des Ungeborenen beeinflussen könnten.
Basis der Untersuchung war der so genannte ISTEP-Test, den alle 8- bis 15-jährigen Schüler in Indiana jeden Herbst zu absolvieren haben. Die Wissenschaftler setzten die Testergebnisse zum jeweiligen Monat in Beziehung, in denen der Schüler gezeugt worden war. In Mathematik und bei der Sprachfähigkeit zeigten Kinder am häufigsten Schwächen, die zwischen Juni und August gezeugt worden waren.
Gerade in den Sommermonaten sei die Konzentration von Pflanzenschutzmitteln in der Umwelt und damit auch dem Wasser am höchsten, erklärt Paul Winchester, einer der Autoren. Die Daten deuteten daher auf eine Verbindung zwischen der Belastung mit Schadstoffen bei der Mutter und der Gehirnentwicklung des Kindes hin. Den Beweis müssten jedoch weitergehende Untersuchungen liefern. Frühere Studien hatten bereits gezeigt, dass Nitrate und Pestizide die Schilddrüsenfunktion der Mutter beeinträchtigen können, was sich wiederum negativ auf die Entwicklung des Kindes auswirkt.
Einen Zusammenhang vermuten Winchester und seine Kollegen auch zwischen der Zahl der auftretenden Frühgeburten und der Konzentration von Pestiziden und Nitraten im Wasser: So lag die Rate von Frühgeburten zwischen Mai und Juni und damit in den Monaten mit den höchsten Schadstoffbelastungen ebenfalls am höchsten, fanden die Forscher in einer weiteren Studie heraus. Am niedrigsten war sie von August bis September – den Monaten, in denen die geringsten Konzentrationen von Pestiziden und Rückständen von Düngemitteln gemessen wurden.
Quelle: http://www.wissenschaft.de/wissenschaft/gutzuwissen/277853.html
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20.9.2007 von AlexDeutschmann.
Ärger führt bei Menschen nicht immer zu irrationalem Verhalten: Sie können bisweilen sogar klarere Gedanken fassen und rationaler entscheiden, als wenn sie einer Situation neutral gegenüber stehen, haben amerikanische Psychologen herausgefunden. Diese überraschende Erkenntnis trifft allerdings nur dann zu, wenn mit dem Ärger kein überschießender Emotionsausbruch einhergeht. Das schließen die Forscher aus einem Versuch, in dem sie mehrere hundert Studenten ihrer Universität ärgerten und anschließend untersuchten, ob diese für rationale Argumentationen noch zugänglich waren. Ärger erhöhte eher die analytischen Entscheidungskompetenzen der Studenten, ergab die Auswertung.
Die Forscher versetzten in mehreren Untersuchungsrunden rund 200 Studenten in einen Zustand des Ärgerns. Dazu ließen sie die Probanden beispielsweise über ihre Zukunftspläne schreiben und bewerteten diese etwa als uninteressant oder langweilig. In verschiedenen Zwischenstadien der Tests mussten die Teilnehmer immer wieder in psychologischen Fragebögen ihren Gemütszustand benennen. Dabei zeigte sich, dass für die Studenten der Verriss ihrer Lebenspläne richtig ärgerlich war. Anschließend bekamen sie zur Beurteilung zwei Texte über den lockeren Umgang von Studenten mit Geld. Ein Text erging sich in Klischees und war eher oberflächlich, der andere hatte eine stringentere Argumentationskette.
Die verärgerten Studenten konnten die Qualität der Information und Argumentation besser unterscheiden als Kommilitonen, die nicht mit Ärger “geimpft” wurden. Ärger kann Menschen demzufolge dazu veranlassen, gründlicher und rationaler eine Situation zu bewerten, schließen die Forscher. In weiteren Tests zeigten sie, dass das Ergebnis nicht der Erfahrung widerspricht, Ärger führe zu falscher Risikoeinschätzung oder erhöhe die Aggressionsbereitschaft. Letzteres treffe immer dann zu, wenn der Ärger stark emotional aufgeladen sei und als Folge davon Kurzschlussreaktionen verursache, erklären sie. Haben Verärgerte hingegen ihre Emotionen im Griff, so können ihre Reaktionen zur Versöhnung oder Rache durchaus auf wohlbedachten, rationalen Überlegungen beruhen.
Quelle: http://www.wissenschaft.de/wissenschaft/gutzuwissen/279098.html
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20.9.2007 von AlexDeutschmann.
Gähnen ist nicht nur ein Zeichen von Müdigkeit, sondern kühlt auch das Gehirn: Durch das Gähnen werden der Blutdruck sowie die Anzahl der Herzschläge erhöht, was zu einem gesteigerten Blutfluss in die Schädelhöhle führt, der wiederum einen erhöhten Wärmeaustausch zur Folge hat. Das haben amerikanische Psychologen in Experimenten gezeigt. Die ansteckende Wirkung des Gähnens diene zudem dazu, die Aufmerksamkeit einer kompletten Gruppe zu steigern, erklären die Forscher Andrew Gallup und Gordon Gallup der Staatsuniversität von New York in Albany.
In ihrem ersten Experiment testeten die Psychologen bei 44 Studenten im Alter zwischen 18 und 25 Jahren, ob unterschiedliche Atemtechniken die ansteckende Wirkung des Gähnens beeinflussen. Die Versuchsteilnehmer sollten entweder nur durch die Nase oder durch den Mund atmen. Ein Teil musste dabei zusätzlich eine Nasenklammer tragen. Eine vierte Gruppe bekam keine Vorgaben zur Atemtechnik. Während des Experimentes wurden den Studenten abwechselnd kurze Videos gezeigt, in denen Personen mit einem von drei Gesichtsausdrücken zu sehen waren: neutral, lachend oder gähnend. Der Versuchsleiter zählte dabei jeweils, wie oft die Teilnehmer gähnten.
In der Gruppe, die nur durch die Nase atmete, gähnte niemand während des Versuches, während in allen anderen Gruppen etwa die Hälfte der Teilnehmer gähnte. Beim Atmen durch die Nase wird das Blut im Inneren des Organs abgekühlt und fließt anschließend durch das Gehirn, so dass keine zusätzliche Kühlung durch das Gähnen notwendig ist, erklären die Forscher das Ergebnis.
In einem zweiten Experiment zeigten die Wissenschaftler 33 Studenten die gleichen Videos und baten sie, sich währenddessen ein Bündel an die Stirn zu halten, das entweder kalt oder warm war oder aber Raumtemperatur besaß. Keine der Versuchspersonen, die sich das kalte Päckchen an die Stirn hielt, musste gähnen, wogegen jeweils mehr als ein Drittel der Teilnehmer der anderen beiden Gruppen gähnten.
Aus den Ergebnissen ihrer Versuche schließen die Wissenschaftler, dass das Gähnen an der Wärmeregulierung des Gehirns beteiligt ist. Die Psychologen vermuten, dass die Umgebungstemperatur das Gähnen ebenso beeinflusst wie komplizierte Denkaufgaben.
Quelle: http://www.wissenschaft.de/wissenschaft/gutzuwissen/280411.html
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20.9.2007 von AlexDeutschmann.
Ein internationales Forscherteam hat entdeckt, warum Probleme mit den Nackenmuskeln den Blutdruck in die Höhe treiben können: Die Muskeln sind mit einem Gehirnareal verbunden, das eine der zentralen Kontrollstellen für autonome Funktionen wie Blutdruck, Atmung und Herzschlag beeinflusst. Ungewöhnliche Signale von der Muskulatur, etwa aufgrund einer Verspannung oder einer Verletzung, wirken sich daher auch auf den Blutdruck aus – ein Phänomen, das Chiropraktiker in der Vergangenheit immer wieder beobachtet hatten.
Schon häufiger gab es Berichte darüber, dass sich durch das Einrenken des Nackens der Blutdruck des Patienten verringert. Woran das liegt, war bislang jedoch unklar. Zwar kennen Wissenschaftler bereits seit etwa einhundert Jahren die Stelle im Gehirn, in der die Signale der Nackenmuskeln ankommen: Es handelt sich um einen kleinen Teil des so genannten Nachhirns, also des Gehirnbereichs, der im Nacken in das Rückenmark übergeht. Wohin die Impulse von dort aus weitergeleitet werden, sei bisher kaum untersucht worden, erklärt Jim Deuchars, einer der Co-Autoren der Studie.
In ihrer Arbeit analysierten die Wissenschaftler nun das Nachhirn von Ratten und Mäusen und entdeckten, dass es von dort Verbindungen zu einer Hirnregion namens Nucleus tractus solitarii (NTS) gibt – und zwar sowohl solche, die andere Nervenzellen aktivieren, als auch solche, die andere Nerven hemmen können. Damit sei die Verbindung zwischen den Nackenmuskeln und dem Blutdruck gefunden, erklären die Forscher, denn der NTS war bereits früher mit der Regulierung von Atmung, Blutdruck und Herzschlag in Verbindung gebracht worden.
Eine solche Regulierung des Blutdrucks über die Nackenmuskulatur ist nach Ansicht der Wissenschaftler deswegen sinnvoll, weil der Blutfluss zum Gehirn unabhängig von der aktuellen Körperhaltung stets gleichbleibend gehalten werden muss. Da die Muskeln im Nacken im Liegen vollkommen anders belastet werden als im Sitzen oder im Stehen, eignen sie sich besonders gut dafür, dem Gehirn Veränderungen in der Haltung mitzuteilen. Störungen bei dieser Kommunikation könnten zum Beispiel die Ursache für die Schwindelgefühle sein, die häufig nach schnellem Aufstehen entstehen. Sie könnten auch viele der Beschwerden erklären, die häufig nach einem Schleudertrauma auftreten.
Quelle: http://www.wissenschaft.de/wissenschaft/gutzuwissen/281359.html
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13.7.2007 von AlexDeutschmann.
Stimmt es eigentlich, dass……chronische Krankheiten häufig auf schlechte Zähne zurückzuführen sind?
Fühl Dich wohl - mit SWR4-Hausarzt Dr. Günter Gerhardt
Ein eindeutiges Ja. Wir können hier nur einige Beispiele anführen, da es sehr häufig vorkommt und man fast ein Buch darüber schreiben sollte, falls es das nicht schon gibt. Auf jeden Fall ist bekannt, dass ungefähr 70% aller Erkrankungen an inneren Organen auf kranke Zähne zurückzuführen sind. Ob es sich jetzt um Migräne oder Rheuma, Herz-, Kreislauf- oder Verdauungsbeschwerden, Empfängnisstörungen, Sehprobleme oder Allergien handelt: Es gibt kaum ein Leiden, bei dem es sich nicht lohnt, den Patienten auch mal „ordentlich auf den Zahn zu fühlen“.
Zahnlücken und Narben als Störfelder
Kranke Zähne und auch gezogene Zähne, also Zahnlücken bzw. Narben, können die Rolle von Störfeldern einnehmen und irgendwo anders im Körper Beschwerden machen und Krankheiten auslösen. Diese Kenntnis macht sich schon seit Jahrzehnten die Neuraltherapie zu eigen, in dem sie zum Beispiel diese Störfelder mit einem örtlichen Betäubungsmittel unterspritzt.
Amalgam
Amalgam ist ja heute im wahrsten Sinne des Wortes in aller Munde. In diese kontrovers geführte Diskussion will ich mich gar nicht weiter einmischen, nur so viel: Wenn es defekt ist und zum Beispiel anfängt zu bröckeln, dann auf jeden Fall raus damit und anschließend ein anderes Füllmaterial.
Bakterien und Fehlstellungen
Bakterien, die eine Paradontitis im Mund hervorrufen, können in den ganzen Körper ausschwärmen und dort ihr Unwesen treiben, zum Beispiel am Herzen. Fehlstellungen im Gebiss können zu Rückenschmerzen führen bis hin zum Bandscheibenvorfall. Das Heimtückische daran: Der Patient spürt nur selten etwa im Mund. Fehlbisse können heute zum Beispiel mit Aufbissschienen korrigiert werden.
Gestörtes “Kauorgan” wirkt auf alles Weitere
Wenn dieses „Kauorgan“ nicht richtig funktioniert kann man sich gut vorstellen, dass dann auch der Schluckvorgang gestört ist und Beschwerden können dann schon beginnen im Bereich der Speiseröhre und setzen sich fort auf Magen, Dünndarm und Dickdarm, es kommt aber nicht nur zu Verdauungsstörungen, sondern der Darm ist ja auch unser größtes Immunsystem und so kann ein Rädchen ins andere greifen.
Ohrgeräusche
Auch mit lästigen Ohrgeräuschen (Tinnitus) sollte man auch mal zu einem Zahnarzt gehen, hier gibt es auch ganzheitlich tätige Zahnmediziner, die zum Beispiel bei den verschiedensten Beschwerden, gerade auch im Bereich der Wirbelsäule, den so genannten „Bionator“ einsetzen, das ist ein kleines Kunststoff-/Drahtgestell, das Betroffene im Mund tragen müssen.
Fazit
Wir sollten immer bedenken, dass an jedem Zahn ein ganzer Mensch hängt! Das hat übrigens schon Wilhelm Busch festgestellt. Bei Beschwerden irgendwo im Körper auch immer an die Zähne denken, sprich den Zahnarzt fragen, hier gibt es übrigens auch naturheilkundlich tätige Zahnärzte und es gibt die so genannte ganzheitliche Zahnmedizin. Persönlich habe ich so den Eindruck, dass inzwischen immer mehr Zahnärzte einsehen, dass sie nicht mehr nur als Gebisshandwerker gefragt sind, sondern als sensible, fachübergreifend denkende Therapeuten.
http://www.swr.de/swr4/rp/ratgeber/gesund/-/id=263808/mpdid=957854/nid=263808/did=957854/1jspntz/index.html
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7.7.2007 von AlexDeutschmann.
Formel zur Berechung des täglichen Grundumsatzes (= Lebenerhaltungsfunktionen bei absoluter Ruhe oder Schlaf).
Grundumsatz = Körpergewicht kg x 24 Stunden (*Bei Frauen fällt der Grundumsatz um 10 % geringer aus.)
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Leistungsumsatz: 20 % bei leichten Tätigkeiten, bzw 50 % des Grundumsatzes bei Arbeitern und Sportlern.
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Nahrungsabhängiger Verbrauch = 10 % aus der Summe von Grundumsatz und Leistungsumsatz(*Kauen und Verdauungstätigkeit)
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Täglicher Kalorienbedarf = Grundumsatz + Leistungsumsatz + Nahrungsabhäniger Verbrauch
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Der tägliche Kalorienbedarf kann durch Faktoren wie Witterung, Erkrankungen und weitere persönliche Faktoren erhöht sein:
Akute Erkrankungen > 500 - 1500 kcal zusätzlich täglich je nach schwere der Erkrankung (Grippe, Krebs)
Temperaturen von 0° C bis -40° C erhöhen den täglichen Gesamtbedarf um 5-25 % gegenüber dem Normalwert. Gleiches gilt für extreme Hitze ab 40° C (Sonnenbad) bis 80° C (Sauna od. Auto in der Sonne).
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7.7.2007 von AlexDeutschmann.
Entzündungen in frühen Lebensabschnitten vervierfachen das Risiko im Alter an Alzheimer zu erkranken. Studien haben ergeben, dass Parodontose, Fieber und Tuberkulose zur Entwicklung der Krankheit beitragen. Den Rest des Eintrags lesen »
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7.7.2007 von AlexDeutschmann.
Bei der Verwendung von Antidepressiva gerät das Gleichgewicht zwischen Serotonin und Dopamin durcheinander Den Rest des Eintrags lesen »
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