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26.9.2007 von AlexDeutschmann.
Die schiefen Zähne und zu kleinen Kiefer vieler Kinder könnten ein Resultat der Gewohnheit sein, Lebensmittel zu kochen: Nach Ansicht des amerikanischen Anthropologen Peter Lucas begannen Kiefer und Vorderzähne zu schrumpfen, als die ersten Menschen anfingen, ihre Nahrung mit Werkzeugen in kleine Stücke zu schneiden und über dem Feuer zuzubereiten. Dadurch reduzierte sich sowohl die Größe als auch die Härte der einzelnen Bissen, wodurch ausgeprägte Schneidezähne und große Kiefer überflüssig wurden. Über den Vortrag des Forschers auf dem Jahrestreffen der amerikanischen Wissenschaftsgesellschaft AAAS berichtet der Online-Dienst des Magazins New Scientist.
Bei sehr vielen Menschen wachsen die Zähne nicht geordnet nebeneinander im Kiefer, sondern schieben sich voreinander oder stehen schief in der Reihe. Da die verschobenen Zähne sehr viel schlechter zu säubern sind als gerade, entstehen häufig Krankheiten wie Zahnfleischentzündungen oder Karies. In manchen Fällen sind die Kiefer so klein, dass sogar einige Zähne wie beispielsweise die Weisheitszähne vollständig fehlen.
Eine solche Unordnung im Mund kommt bei Menschenaffen nur sehr selten vor, berichtete Lucas. Er erklärt die uneffektive Anordnung damit, dass die Aufgabenverteilung im Kiefer während der menschlichen Entwicklung aus dem Gleichgewicht geraten ist. So sind die Schneidezähne hauptsächlich dazu da, Lebensmittel in mundgerechte Stücke zu zerlegen, während die Backenzähne die Nahrung zermahlen sollen.
Als jedoch die Menschen ihr Essen zuzubereiten begannen, war die Größenveränderung der Bissen ausgeprägter als die Veränderung der Konsistenz. Die Konsequenz: Die Schneidezähne schrumpften und als Folge davon auch die Kiefer – und zwar so stark, dass sie nicht mehr genug Platz für alle Backenzähne boten, die ja nach wie vor zum Zerkleinern der Nahrung nötig waren. Um seine Theorie zu untermauern, will Lucas nun untersuchen, ob Kiefer- und Zahngröße auch bei Menschenaffen und anderen Tieren mit der Größe der verzehrten Bissen zusammenhängt.
Weiterführender Link: www.dysgnathie.de
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26.9.2007 von AlexDeutschmann.
Für die typischen Veränderungen des Gesichts im Alter sind nicht nur schlaffes Gewebe, sondern auch schrumpfende Knochen verantwortlich: Amerikanische Chirurgen haben entdeckt, dass sich Form und Größe einiger Gesichtsknochen mit dem Alter unerwartet stark verändern und dadurch Position und Erscheinung der Weichteile wie Nase, Wangen und Stirn entscheidend beeinflussen. Diese Veränderungen betreffen zwar Frauen und Männer gleichermaßen, treten jedoch bei Frauen deutlich früher auf. Über ihre Studie mit insgesamt 60 Probanden berichteten Robert Shaw und David Kahn von der Stanford-Universität in Palo Alto auf dem Jahrestreffen der amerikanischen Gesellschaft für Plastische Chirurgie in Chicago.
Im Lauf der Zeit erschlaffen die Gesichtszüge eines Menschen: Wangen und Hals sinken herab, es bilden sich Krähenfüße und Falten und die Haut scheint zu groß für das Gesicht zu werden. Bislang haben Mediziner dafür hauptsächlich Gewebeveränderungen verantwortlich gemacht. So verliert beispielsweise die Haut durch den Abbau von Kollagen ihre Elastizität, und schmelzende Fettpolster, die Schwerkraft und die ständige Beanspruchung durch die Muskelbewegungen vermindern die Festigkeit des Gewebes.
Offenbar wurden jedoch die Gesichtsknochen als entscheidender Faktor bislang übersehen, zeigt die Studie von Shaw und Kahn nun. Die Chirurgen hatten aus CT-Aufnahmen der Schädelknochen von 30 Männern und 30 Frauen dreidimensionale Rekonstruktionen der Gesichter angefertigt und die Winkel zwischen verschiedenen Knochen in verschiedenen Altersgruppen verglichen. Das Ergebnis: Stirnbein, Oberkieferknochen und die Knochenteile, die die Nasenöffnung umgeben, verlieren im Alter deutlich an Volumen. Bei Frauen beginnt dieser Prozess bereits zwischen 25 und 45 Jahren, bei Männern eher zwischen 45 und 65, zeigte die Auswertung.
Diese Veränderungen haben deutliche Auswirkungen auf das Aussehen des Gesichts, berichteten die Forscher: Wenn sich beispielsweise der Stirnknochen zurückzieht, senkt sich auch die Stirn und die Augenbrauen sinken unter den Rand der Augenhöhle. Dadurch wirke die Haut des oberen Augelids, als sei Luft herausgelassen worden. Die Veränderung des Oberkieferknochens führt außerdem dazu, dass die Fettpolster der Wangen nach unten und vorne rutschen und die Falten zwischen Nase und Mundwinkeln prominenter erscheinen lassen. Schließlich verlängert die Vergrößerung der Nasenöffnung die Nase und lässt sie nach unten sinken.
Die Knochen im mittleren Gesichtsbereich tragen demnach sehr viel mehr zum Altern bei als bislang angenommen, so das Fazit der Chirurgen. Um ein Gesicht effektiv zu verjüngen, müsse daher nicht nur wie beim klassischen Facelift das Gewebe reduziert, sondern auch das fehlende Knochenvolumen ersetzt werden.
Quelle: http://www.wissenschaft.de/wissenschaft/gutzuwissen/257977.html
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26.9.2007 von AlexDeutschmann.
Wenn zu viel Lärm herrscht, lernen Kinder das Sprechen weniger leicht
Zu viel Krach und laute Hintergrundgeräusche machen Kleinkindern das Sprechenlernen schwer. Ist der Umgebungslärm zu groß, können die Kinder die für sie bestimmten Worte ihrer Eltern oder Betreuer nicht mehr gut herausfiltern. Das haben Forscher um Rochelle Newman von der Universität von Maryland in College Park in Tests an hundert Kleinkindern im Alter bis zu 13 Monaten herausgefunden. Hintergrundgeräusche, beispielsweise von Radio oder Fernseher, sollten daher reduziert werden, fordern die Forscher. Über ihre Ergebnisse berichten die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Developmental Psychology.
Kinder lernen Sprache vor allem durch Zuhören. Ist zu viel Krach im Raum, sprechen Eltern und Erzieher quasi über die Köpfe der Kinder hinweg: Der Nachwuchs bemerkt erst gar nicht, dass mit ihm geredet wird. Zu starker Hintergrundlärm könnte somit das Erlernen des Sprechens in der Kindesentwicklung hinauszögern, folgern die Forscher. In ihrer Versuchsreihe spielten die Forscher den Kindern Tonbandaufnahmen vor. Vom Tonband wurde der Name des Kindes bei unterschiedlichem Lärmpegeln gerufen. Die Wissenschaftler registrierten dann, bei welchem Lärmpegel die Kinder der Stimme noch Aufmerksamkeit schenkten.
Bei geringem Hintergrundgeräusch konnten fünf Monate alte Kinder noch gut ihren Namen heraushören: Sie wandten den Blick Richtung Stimme. Bei höherem Geräuschpegel ging dies schon nicht mehr. 13 Monate alte Kinder schnitten in der lauten Umgebung schon viel besser ab. Das beruht auf weiter entwickelten Sinnesorganen und einem gereifteren Sprachverständnis. Eltern und Erzieher sollten der Geräuschkulisse zu Hause und in Tageseinrichtungen mehr Aufmerksamkeit widmen. Die gewohnte Fähigkeit von Erwachsenen, in einer lauten Umgebung wie beispielsweise einer Party noch einzelne Stimmen herauszufiltern, ist bei Kindern im zarten Lebensalter noch nicht weit entwickelt.
http://www.wissenschaft.de/wissenschaft/news/251902.html
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26.9.2007 von AlexDeutschmann.
Forscher: Tonfall und Stimmlage eines Menschen geben Auskunft über sein Liebesleben
Der Klang der Stimme kann viel über das Sexualleben eines Menschen verraten: Frauen und Männer, deren Stimmen vom anderen Geschlecht als attraktiv empfunden werden, haben häufiger Sex, mehr Sexualpartner und erleben früher den ersten Geschlechtsverkehr als Menschen mit einer weniger anziehenden Stimme. Das haben amerikanische Psychologen herausgefunden. Ihre Untersuchungen schildern Gordon Gallup von der Universität Albany und seine Kollegen in der Fachzeitschrift Evolution and Human Behaviour (Bd. 25, S. 295).
Die Forscher ließen knapp 150 Frauen und Männer den Stimmen ihnen unbekannter Personen lauschen. Auf einer Skala mit fünf Punkten – von sehr unattraktiv bis sehr attraktiv – sollten die Probanden den Klang dieser Stimmen beurteilen. Bei den Teilnehmern, die ihre Stimme zur Verfügung gestellt hatten, maßen die Psychologen Schultern-, Taillen- und Hüftumfang. Einige machten zudem Angaben über ihr Sexualleben.
Probanden, deren Stimme beim anderen Geschlecht gut ankam, berichteten von häufigeren und früheren sexuellen Kontakten und Affären als die, deren Stimme weniger attraktiv war. Bei Frauen sagte die Stimme sogar mehr über ihre sexuelle Freizügigkeit aus als das Verhältnis von Taillen- und Hüftumfang. Bei Männern war dagegen das Verhältnis von Schultern zur Hüfte aussagekräftiger als die Attraktivität der Stimme. Der Klang der Stimme lässt auch auf die körperliche Statur schließen, fanden die Psychologen: Frauen mit anziehender Stimme hatten im Verhältnis zur Hüfte schmalere Taillen, Männer mit attraktiver Stimme breitere Schultern und schmalere Hüften.
Sowohl Stimme als auch Sexualtrieb und Körperbau werden durch bestimmte Geschlechtshormone beeinflusst. Daher könnte es eine hormonelle Ursache für die gefundenen Zusammenhänge geben, vermuten Gallup und seine Kollegen. Zudem sei denkbar, dass der Klang der Stimme im Laufe der Evolution eine Rolle bei der Partnerwahl gespielt hat und zu einem wichtigen Kennzeichen für andere biologisch wichtige Informationen wurde – vor allem bei Dunkelheit.
http://www.wissenschaft.de/wissenschaft/news/245282.html
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22.9.2007 von AlexDeutschmann.
Lärm verschiedenster Arten umspült uns jeden Tag, manchmal auch nachts. Und macht uns krank - ohne dass wir es merken.
Wie laut es um uns herum ist, merken wir oft erst, wenn der Lärm erstirbt. Zu Hause, auf dem Weg zur Arbeit, am Arbeitsplatz. Lärmschwerhörigkeit ist die häufigste Berufskrankheit und trifft allein in Deutschland jährlich 5500 Menschen. Dass Lärm nicht nur nervt, sondern auch krank macht, darauf soll der heutige “Internationale Tag gegen Lärm” aufmerksam machen.
Was ist wie laut ?
10 Dezibel Normale Atmung
20 Dezibel Flüstern aus 1,50 Meter Entfernung
30 Dezibel Leises Flüstern
40 Dezibel Leises Büro
50 Dezibel Regen, Kühlschrankgeräusche, Schmerzgrenze für Hörgeschädigte ( bis 70 Dezibel)
60 Dezibel Nähmaschine, normales Gespräch, Zimmerlautstärke
70 Dezibel Fernseher
80 Dezibel Türklingel, Telefonläuten
85 Dezibel Geräuschteppich in Städten am Straßenrand, es kann bei Dauerbelastung zu Hörschäden kommen
90 Dezibel Lastwagen, lautes Gespräch, Strafrechtlich relevante Grenze
100 Dezibel “Ghettoblaster”
110 Dezibel Diskomusik, Motorsäge, Autohupe, Babygeschrei, Festzelt
120 Dezibel Kettensäge, Presslufthammer, Gewitterdonner
130 Dezibel Autorennen, Kuss am/aufs Ohr
140 Dezibel Startendes Flugzeug
150 Dezibel Startendes Düsentriebwerk
160 Dezibel Platzender Ballon, Silvesterknaller aus einem Meter Entfernung
170 Dezibel Schrotflinte
180 Dezibel Raketenstart an der Abschussrampe
Maximale wöchentliche Einwirkungszeit, danach drohen psychische und phyisische Schäden:
85 Dezibel - 40 Stunden
90 Dezibel - 12 Stunden
95 Dezibel - 3 Stunden
100 Dezibel - 1 Stunde
105 Dezibel - 18 Minuten
110 Dezibel - 7 Minuten
115 Dezibel - 2 Minuten
120 Dezibel - 45 Sekunden
Beispiel Verkehrslärm
Bei einer normalen Unterhaltung entsteht ein Schalldruck von rund 50-60 Dezibel (dB). Übergroßer Lärm mit mehr als 120 dB, wie das Explodieren eines Feuerwerkskörpers, kann das Gehör organisch schädigen. Das Gleiche gilt für etwas leisere, aber länger anhaltende Geräusche, wie das Rattern eines Presslufthammers, Musik in Diskotheken etc. Doch auch ein weitaus unaufdringlicherer Geräuschteppich kann auf die Dauer schaden, unterschwellig, ohne dass wir uns dessen bewusst sind. In einer Studie aus dem Jahr 2006 kommt das Umweltbundesamt zu dem Ergebnis, dass Straßenverkehrslärm das Herz-Kreislauf-System schädigt. Bluthochdruck und Durchblutungsstörungen des Herzens gehen auf das Konto von jaulenden Motoren und rauschendem Reifengummi. Jährlich etwa 4000 Herzinfarkte sind laut der Studie die Folge.
Und Abhilfe ist nicht in Sicht: Zwar sind viele motorisierte Vehikel dank moderner Technik leiser geworden, doch wird dieser Fortschritt durch gestiegenes Verkehrsaufkommen zunichte gemacht.
Auch im Schlaf schaden Geräusche
Besonders tückisch: Auch wenn wir schlafen, kann der Lärm unserer Gesundheit schaden. So haben Forscher herausgefunden, dass Verkehrslärm ab einem mittleren Schalldruck von 45 dB(A) den Schlaf verkürzt. Wir wachen häufiger auf und schlafen insgesamt unruhiger. Die Folge: Wir fühlen uns am nächsten Tag unausgeschlafen und abgespannt. Ab 50 dB(A) nächtlicher Dauerbeschallung kommt es vermehrt zu Herzrhythmusstörungen.
Noch drastischer sind die Auswirkungen bei Fluglärm: Einer Studie der TU Berlin zufolge erhöht schon eine dauernde “normale” Belästigung durch Flugzeuglärm das Risiko, an Bronchitis, Depression oder Migräne zu erkranken. Außerdem nehmen die Betroffenen mehr Medikamente ein als Personen, die in paradiesischer Ruhe schlafen können: Arzneimittel, die den Blutdruck senken sollen, Tranquilizer oder Antidepressiva.
Welches Geräusch ist am schlimmsten?
Bei einer Umfrage im Auftrag des Umweltbundesamtes gaben 60 Prozent aller Befragten an, sich durch Straßenlärm belästigt zu fühlen, davon zehn Prozent “äußerst” oder “stark”. Das ist deutlich mehr als die Zahl derer, die sich - ein “beliebtes” Dauerthema in Mietwohnungen - von der Geräuschentwicklung der Nachbarn gestört fühlen. Fluglärm nervt der Befragung zufolge 32 Prozent, Schienenlärm immerhin noch 20 und Gewerbe- und Industrielärm 19 Prozent.
Psychoakustik (Physik)
Ein brüllendes Baby braucht ganz schnell Trost – und die Umwelt gute Nerven. Denn Babygeschrei ist sehr schwer auszuhalten. Ein Trick der Natur, damit wir unseren Kleinen sofort zu Hilfe eilen, wenn sie weinen! Nicht der Informationsinhalt eines Geräusches entscheidet über unsere Emotionen / Verhalten , sondern die Frequenz und der Schalldruck mit dem ein Signal am Ohr ankommt. Die Physikalischen Eigenschaften von Schall variiert je nach Luftdruck, Sauerstoffdichte und Luftfeuchtigkeit.
FAQ über das Hören:
Wie hören die Ohren?
Hören ist das Wahrnehmen von Schall: Schall besteht aus Druckwellen, die durch Luft, Flüssigkeiten und Feststoffe wandern können. Wenn solche Wellen auf das Außenohr treffen, werden sie durch den Gehörgang zum Trommelfell geleitet, das daraufhin zu schwingen beginnt. Diese Schwingung wird von den Knochen des Mittelohrs verstärkt, und der Steigbügel überträgt sie auf die Flüssigkeit des Innenohrs. Die Bewegung der Flüssigkeit reizt besondere Sinneshärchen in der Schnecke; diese Zellen schicken Signale über den Hörnerven zum Gehirn, das die Impulse als Geräusche wahrnimmt.
Warum muss man die Ohren manchmal ausspülen?
Wenn das Ohrenschmalz zu hart wird, kann es den Gehörgang blockieren und Schwerhörigkeit verursachen. Man kann es dann mit besonderen Ohrentropfen weich machen und mit warmem Wasser ausspülen. In hartnäckigen Fällen führt die Spülung ein Hals-Nasen-Ohrenarzt durch.
Wie groß ist der Hörbereich des Menschen?
Wir hören Geräusche von dumpfem Gepolter bis zu hohen Pfeiftönen. Die Tonhöhe misst man in Schwingungen pro Sekunde oder Hertz (Hz). Sprache liegt im Bereich von 500 bis 3 000 Hz. Junge Menschen haben meist einen Hörbereich von 40 bis 20 000 Hz. Das ist recht wenig, verglichen mit Hyperakustikern (bis zu 40 000 Hz), Hunden (die bis 50 000 Hz hören) oder Fledermäusen (bis 100 000 Hz). Bei Menschen in mittlerem und höherem Alter wird der Hörbereich kleiner. Auch bei ständiger Geräuschbelästigung lässt das Gehör nach.
Kann ein Baby schon vor der Geburt hören?
Ja. Schon wenn ein Baby in der Gebärmutter heranwächst, sind die Ohren ab der zwölften Woche schon teilweise vorhanden. Nach sechs Monaten kann es den Atem und die Herztöne der Mutter hören, und es nimmt sogar Geräusche aus der äußeren Umgebung wahr. Lauter Lärm stört das Baby aber von langsamer; sanfter Musik mit regelmäßigen tiefen Tönen wird es beruhigt. Einigen Forschern zufolge soll die Stimme des Vaters während der Schwangerschaft bestimmend für das spätere Geschlecht des Kindes sein. Fehlt sie, weil der Vater über mehrere Wochen abwesend ist, werden fast ausschließlich Jungs geboren.
Wozu brauchen wir die Eustachische Röhre?
Die Eustachische Röhre verläuft vom Mittelohr zum Rachen. Sie lässt Luft ins Mittelohr und aus ihm heraus, so dass der Luftdruck im Ohr und außen immer gleich ist. Sie funktioniert also wie ein Druckausgleichsventil. Wäre das nicht der Fall, würde das Trommelfell sich dehnen und nicht mehr richtig schwingen. Man kann die Eustachische Röhre öffnen, indem man schluckt, gähnt oder sich die Nase schnäuzt.
Kann man durch die Knochen hören?
Ja, der Schall kann vom Mund durch die Kieferknochen zu den Ohren wandern. Deshalb klingt die eigene Stimme lauter und voller als die anderer Menschen, und deshalb hört sich eine Tonbandaufnahme der eigenen Stimme dünn und ungewohnt an. Aus dem gleichen Grund hört man auch ein lautes Krachen, wenn man etwas Knuspriges isst (z.B. einen Keks): Umstehende hören dieses Geräusch kaum.
Wie tragen die Ohren zum Gleichgewicht bei?
Im Innenohr liegen über der Schnecke drei winzige, halb-kreisförmige Kanäle. Diese so genannten Bogengänge bilden das Gleichgewichtsorgan. Sie enthalten kleine Stücke einer kalkähnlichen Substanz, die mit Sinneszellen gekoppelt sind und bei jeder Bewegung einen Impuls ans Gehirn auslösen. Ein Bogengang nimmt Auf- und Abbewegungen wahr; der zweite das Vor und Zurück, der dritte die Bewegungen nach rechts und links. So wissen wir auch mit geschlossenen Augen, in welcher Lage sich unser Körper befindet.
Quellen: GEO, PM, Universität Wuppertal, Psychatrie aktull, Lichtblick99
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22.9.2007 von AlexDeutschmann.
Nur Millisekunden genügen scheinbar, um unser Kaufverhalten ohne unser Wissen zu beeinflussen – zumindest, wenn wir in entsprechender Stimmung sind. Dies bewies nun eine niederländische Studie zu versteckten Werbebotschaften.
Werbung begegnet uns in unserer Umwelt überall – und sie wird stetig aggressiver. Kein Wunder also, dass Medienexperten nach immer neuen Wegen suchen, um das Kaufverhalten ihrer Kunden zu beeinflussen. Eine sehr umstrittene Möglichkeit hierzu ist das Verwenden versteckter Werbebotschaften. Hierbei werden eindeutige Botschaften oder Schlagworte für Bruchteile einer Sekunde in Filme oder Videoclips eingeblendet. Diese Einfügungen sind zu kurz, um vom Zuschauer bewusst wahrgenommen zu werden. Das Gehirn, so zeigt ein Versuch der Universität Nimwegen, registriert die Botschaften jedoch durchaus – und lässt sich unter gewissen Umständen auch in ihrem Sinne beeinflussen.
In ihrem Experiment boten die Wissenschaftler ihren Probanden zunächst ein wenig Salzgebäck an. Anschließend baten sie die Teilnehmer, auf einem Computermonitor bestimmte Buchstaben in einem Text zu zählen. Während die über einhundert Probanden den Text lasen, wurde mehrmals für genau 23 Millisekunden entweder das Wort „Lipton Ice“ oder eine sinnlose Buchstabenfolge eingeblendet.
Waren die Teilnehmer schließlich fertig, durften sie zur Erfrischung zwischen zwei Getränken wählen: dem heimlich angepriesenen Eistee und einem Mineralwasser.
Und tatsächlich: Im Gegensatz zur Kontrollgruppe wählte die Mehrheit der Personen, die das Wort „Lipton Ice“ gesehen hatte, im Anschluss auch das entsprechende Produkt - allerdings nur, wenn sie auch durstig waren. Hatte das Salzgebäck keine Wirkung gezeigt, waren die Unterschiede zwischen der „Lipton Ice“- und der Kontrollgruppe mit dem Nonsenswort viel geringer.
Die Forscher schließen daraus, dass versteckte Werbebotschaften durchaus Wirkung zeigen können – wenn die Zuschauer in entsprechender Stimmung sind. Bislang ging die Forschung davon aus, dass unterschwellige Botschaften nicht auf diese Art vermittelt werden könnten. Seit einem umstrittenen Marketing-Gag des Amerikaners James Vicary, der Ende der 50er Jahre behauptet hatte, mittels ultrakurzer Werbe-Einblendungen während der Ausstrahlung von Kinofilmen den Konsum von Coca Cola und Popcorn gesteigert zu haben, gilt die Verwendung solcher „subliminalen“ Botschaften zudem als unethisch. Obwohl sich die Behauptungen Vicarys bald als falsch erwiesen, führten mehrere Länder in den 60er Jahren Gesetze ein, die unterschwellige Werbung verbieten.
Quelle PM/Mensch
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22.9.2007 von AlexDeutschmann.
Eine österreichische Firma hat eine Kamera entwickelt, mit deren Hilfe Mann/Frau den Traumpartner auf der Tanzfläche ermittelt.
Nur Sekunden dauert es im Normalfall, bis ein unbekanntes Gegenüber auf der Party eingeordnet ist. Haar- und Augenfarbe, Aussehen, Größe und Alter. Dann steht unser erster Eindruck fest. Ansprechen oder besser nicht? Die allermeisten Informationen - mehr als 70 Prozent, vermuten Wissenschaftler - ziehen wir dabei, bewusst und unbewusst, aus der Körpersprache des Anderen. Sie ist mitentscheidend ob uns jemand gefällt. Hinterher sind wir trotzdem oft schlauer, wenn sich der vermeintlich heiße Tänzer als laue Nummer herausstellt. Könnte man in Zukunft nur solche “Fehlgriffe” vermeiden! Dabei helfen könnte die Charisma-Kamera, entwickelt von der österreichischen Firma “Digital Mankind”. 30 Sekunden lang zeichnet sie einen Tanzenden auf und erstellt ein Bewegungsprofil. Kleine und langsame Bewegungen geben ein schwaches Signal, schnelle und raumgreifende ein stärkeres.
So entsteht für jeden Tänzer ein charakteristisches Profil. Aus dem schließen die Forscher auf den Charakter des Tanzenden. Nach einem statistischen Verfahren ermittelt die Charisma-Kamera die fünf wichtigsten Persönlichkeitsparameter der klassischen Psychologie: Gewissenhaftigkeit, Extrovertiertheit, Offenheit, emotionelle Stabilität und soziale Toleranz.
Angeblich lässt sich die Charisma-Kamera kaum austricksen. Denn selbst wenn man sich beim Tanzen vor der Kamera versucht zu verstellen, nach wenigen Sekunden fällt fast jeder automatisch in sein ureigenes Bewegungsmuster zurück. Steht also in Zukunft neben jeder Tanzfläche eine Charisma-Kamera, die uns für 2 Euro 50 einen Blick ins Innenleben der Partygäste erlaubt? Wer weiß. Für die Erfinder ist die Charisma-Kamera weit mehr als nur ein Party-Gag. Mit der Kamera ließen sich zum Beispiel Fortschritte bei Therapien ermitteln oder Computern helfen, mit Menschen individuell zu kommunizieren. Gewinnbringen ist die Charisma-Kamera aber schon jetzt: Einer der Forscher hat bei den Versuchen damit seine Traumfrau kennen gelernt.
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20.9.2007 von AlexDeutschmann.
Im Sommer gezeugte Kinder sind in der Schule in Mathematik und Sprachen weniger erfolgreich als Kinder, die in anderen Jahreszeiten gezeugt wurden. Das haben amerikanische Wissenschaftler bei der Auswertung von Tests an rund 1,7 Millionen Schülern im US-Bundesstaat Indiana herausgefunden. Die Wissenschaftler vermuten hinter dem Zusammenhang den saisonal schwankenden Einsatz von Pestiziden und Düngern in der Landwirtschaft, die über das Trinkwasser den Hormonhaushalt der Mutter und damit auch den Gehirnentwicklung des Ungeborenen beeinflussen könnten.
Basis der Untersuchung war der so genannte ISTEP-Test, den alle 8- bis 15-jährigen Schüler in Indiana jeden Herbst zu absolvieren haben. Die Wissenschaftler setzten die Testergebnisse zum jeweiligen Monat in Beziehung, in denen der Schüler gezeugt worden war. In Mathematik und bei der Sprachfähigkeit zeigten Kinder am häufigsten Schwächen, die zwischen Juni und August gezeugt worden waren.
Gerade in den Sommermonaten sei die Konzentration von Pflanzenschutzmitteln in der Umwelt und damit auch dem Wasser am höchsten, erklärt Paul Winchester, einer der Autoren. Die Daten deuteten daher auf eine Verbindung zwischen der Belastung mit Schadstoffen bei der Mutter und der Gehirnentwicklung des Kindes hin. Den Beweis müssten jedoch weitergehende Untersuchungen liefern. Frühere Studien hatten bereits gezeigt, dass Nitrate und Pestizide die Schilddrüsenfunktion der Mutter beeinträchtigen können, was sich wiederum negativ auf die Entwicklung des Kindes auswirkt.
Einen Zusammenhang vermuten Winchester und seine Kollegen auch zwischen der Zahl der auftretenden Frühgeburten und der Konzentration von Pestiziden und Nitraten im Wasser: So lag die Rate von Frühgeburten zwischen Mai und Juni und damit in den Monaten mit den höchsten Schadstoffbelastungen ebenfalls am höchsten, fanden die Forscher in einer weiteren Studie heraus. Am niedrigsten war sie von August bis September – den Monaten, in denen die geringsten Konzentrationen von Pestiziden und Rückständen von Düngemitteln gemessen wurden.
Quelle: http://www.wissenschaft.de/wissenschaft/gutzuwissen/277853.html
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20.9.2007 von AlexDeutschmann.
Ärger führt bei Menschen nicht immer zu irrationalem Verhalten: Sie können bisweilen sogar klarere Gedanken fassen und rationaler entscheiden, als wenn sie einer Situation neutral gegenüber stehen, haben amerikanische Psychologen herausgefunden. Diese überraschende Erkenntnis trifft allerdings nur dann zu, wenn mit dem Ärger kein überschießender Emotionsausbruch einhergeht. Das schließen die Forscher aus einem Versuch, in dem sie mehrere hundert Studenten ihrer Universität ärgerten und anschließend untersuchten, ob diese für rationale Argumentationen noch zugänglich waren. Ärger erhöhte eher die analytischen Entscheidungskompetenzen der Studenten, ergab die Auswertung.
Die Forscher versetzten in mehreren Untersuchungsrunden rund 200 Studenten in einen Zustand des Ärgerns. Dazu ließen sie die Probanden beispielsweise über ihre Zukunftspläne schreiben und bewerteten diese etwa als uninteressant oder langweilig. In verschiedenen Zwischenstadien der Tests mussten die Teilnehmer immer wieder in psychologischen Fragebögen ihren Gemütszustand benennen. Dabei zeigte sich, dass für die Studenten der Verriss ihrer Lebenspläne richtig ärgerlich war. Anschließend bekamen sie zur Beurteilung zwei Texte über den lockeren Umgang von Studenten mit Geld. Ein Text erging sich in Klischees und war eher oberflächlich, der andere hatte eine stringentere Argumentationskette.
Die verärgerten Studenten konnten die Qualität der Information und Argumentation besser unterscheiden als Kommilitonen, die nicht mit Ärger “geimpft” wurden. Ärger kann Menschen demzufolge dazu veranlassen, gründlicher und rationaler eine Situation zu bewerten, schließen die Forscher. In weiteren Tests zeigten sie, dass das Ergebnis nicht der Erfahrung widerspricht, Ärger führe zu falscher Risikoeinschätzung oder erhöhe die Aggressionsbereitschaft. Letzteres treffe immer dann zu, wenn der Ärger stark emotional aufgeladen sei und als Folge davon Kurzschlussreaktionen verursache, erklären sie. Haben Verärgerte hingegen ihre Emotionen im Griff, so können ihre Reaktionen zur Versöhnung oder Rache durchaus auf wohlbedachten, rationalen Überlegungen beruhen.
Quelle: http://www.wissenschaft.de/wissenschaft/gutzuwissen/279098.html
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20.9.2007 von AlexDeutschmann.
Gähnen ist nicht nur ein Zeichen von Müdigkeit, sondern kühlt auch das Gehirn: Durch das Gähnen werden der Blutdruck sowie die Anzahl der Herzschläge erhöht, was zu einem gesteigerten Blutfluss in die Schädelhöhle führt, der wiederum einen erhöhten Wärmeaustausch zur Folge hat. Das haben amerikanische Psychologen in Experimenten gezeigt. Die ansteckende Wirkung des Gähnens diene zudem dazu, die Aufmerksamkeit einer kompletten Gruppe zu steigern, erklären die Forscher Andrew Gallup und Gordon Gallup der Staatsuniversität von New York in Albany.
In ihrem ersten Experiment testeten die Psychologen bei 44 Studenten im Alter zwischen 18 und 25 Jahren, ob unterschiedliche Atemtechniken die ansteckende Wirkung des Gähnens beeinflussen. Die Versuchsteilnehmer sollten entweder nur durch die Nase oder durch den Mund atmen. Ein Teil musste dabei zusätzlich eine Nasenklammer tragen. Eine vierte Gruppe bekam keine Vorgaben zur Atemtechnik. Während des Experimentes wurden den Studenten abwechselnd kurze Videos gezeigt, in denen Personen mit einem von drei Gesichtsausdrücken zu sehen waren: neutral, lachend oder gähnend. Der Versuchsleiter zählte dabei jeweils, wie oft die Teilnehmer gähnten.
In der Gruppe, die nur durch die Nase atmete, gähnte niemand während des Versuches, während in allen anderen Gruppen etwa die Hälfte der Teilnehmer gähnte. Beim Atmen durch die Nase wird das Blut im Inneren des Organs abgekühlt und fließt anschließend durch das Gehirn, so dass keine zusätzliche Kühlung durch das Gähnen notwendig ist, erklären die Forscher das Ergebnis.
In einem zweiten Experiment zeigten die Wissenschaftler 33 Studenten die gleichen Videos und baten sie, sich währenddessen ein Bündel an die Stirn zu halten, das entweder kalt oder warm war oder aber Raumtemperatur besaß. Keine der Versuchspersonen, die sich das kalte Päckchen an die Stirn hielt, musste gähnen, wogegen jeweils mehr als ein Drittel der Teilnehmer der anderen beiden Gruppen gähnten.
Aus den Ergebnissen ihrer Versuche schließen die Wissenschaftler, dass das Gähnen an der Wärmeregulierung des Gehirns beteiligt ist. Die Psychologen vermuten, dass die Umgebungstemperatur das Gähnen ebenso beeinflusst wie komplizierte Denkaufgaben.
Quelle: http://www.wissenschaft.de/wissenschaft/gutzuwissen/280411.html
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